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Historie

am 01. Juni 2011.

Gegründet wurde der Tennis-Club Konstanz, der im Jahre 2000 sein 75-jähriges Bestehen feiern konnte, anno 1925. In der Tat wurde in jenem Jahr innerhalb der Organisation des Turnvereines Konstanz von 1862 eine eigene Tennis-Abteilung gegründet, die immer als die eigentliche Geburtsstunde des Tennis-Club Konstanz angesehen wurde, obgleich man auch vorher in Konstanz schon Tennis spielte.

 

 

Bald nach Beginn des 20. Jahrhunderts pflegten junge Konstanzer auf dem steinigen Platz unterhalb des Pfalzgartens das Spiel mit dem Filzball, das wir heute Tennis nennen. Vom Kampfsport war noch keine Rede. Man betrieb ein Gesellschaftsspiel und schloss sich zusammen im "Tennisklub Jugend", welchem Gebilde offenbar noch nicht die rechtliche Qualifikation eines Vereins eigen war. Die Damen trugen Hüte nach Art von Wagenrädern, um sich vor der Sonne zu schützen. Die langen Röcke mussten beim Laufen mit der freien Hand angehoben werden. Die erhitzten Sportler machten Pause in einer Hütte, die heute als einziger Überrest jener Epoche noch unter Denkmalschutz steht.

Im Jahre 1910 baute das Inselhotel einen ersten richtigen Tennisplatz, den es dem "Tennisklub Jugend" zur Verfügung stellte. Am 09. Februar 1925 kam es dann zu der oben bereits erwähnten Bildung einer Tennisabteilung im Konstanzer Turnverein, die den Beginn des Tennis-Club Konstanz markiert. Diese Abteilung wies erstmals die Strukturen eines Vereines im rechtlichen Sinne auf, wie sie das damals erst 25-jährige bürgerliche Gesetzbuch verlangte, z. B. also Vorstand und Mitgliederversammlung. Zu den Gründer dieses Vereines gehörte der Grossvater des Chronisten, Dr. Wolfram Kimmig, der viel später zum Ehrenmitglied gekürt wurde.

 

Bald darauf im gleichen Jahr wurde die erste vereinseigene Anlage am "Gütle" an der Mainaustrasse fertig gestellt; dort, wo heute zwischen Pauluskirche und Krankenanstalten ein Hubschrauberlandeplatz angelegt ist. Zunächst gab es zwei Plätze. Bereits im Gründungsjahr 1925 wurde das erste allgemeine Turnier veranstaltet. 1923 wurde eine Clubhütte aus Holz erstellt, im Juli 1927 wurden die Plätze 3 und 4 eingeweiht. Fast jeden Sommer führte der Tennis-Club Konstanz das für jedermann offene "Bodenseetennisturnier" durch, das sich großer Beliebtheit erfreute und auch ausländische Spieler anlockte. Mit Wirkung vom 01. Januar 1927 trat der Tennis-Club Konstanz, der seine Bindungen zum Turnverein immer mehr lockerte, dem Deutschen Tennisbund bei. Damit war der Anschluss an die sportliche Entwicklung gesichert, bis das 3. Reich und der zweite Weltkrieg empfindliche Rückschläge brachten.

Nach Auflösung des Clubs durch die französische Militärregierung im Jahre 1945 erfolgte im Jahre 1946 bereits die Neugründung. Nach einigen kargen Anfangsjahren konnte schon 1949 wieder das internationale Bodenseeturnier stattfinden, das fortan einen festen Platz im Deutschen Turnierkalender hatte. Man konnte mehr und mehr deutsche und internationale Ranglistenspieler in Konstanz begrüssen, die ihre Spielstärke im Streit um Preise und Pokale messen wollten; Preisgelder gab es ja damals noch nicht. Der Tennis-Club Konstanz hat sich mit diesen Turnieren einen guten Namen als Organisator solcher Veranstaltungen geschaffen, der ihm wohl bis heute geblieben ist.

 

Einen herben Rückschlag brachte der 5. Auguts 1961, als das Clubhaus am "Gütle" ein Raub der Flammen wurde. Ein jugendlicher Brandstifter hatte Feuer gelegt, das Haus brannte völlig nieder. Mit ihm verlor die Konstanzer Tennisgemeinde einen idyllischen Mittelpunkt; die Abhaltung von Turnieren war fast unmöglich geworden, obwohl die Anlage damals acht Tennisplätze umfasste. In dieser die Existenz des Vereins bedrohenden Lage bewiesen die Mitglieder Idealismus, Fantasie und Durchsetzungsvermögen. Man trug die verkohlten Überreste des alten Clubheimes ab und errichtete als Provisorium in kürzester Zeit vier Bauhütten. Eine Hütte beherbergte die Sanitäreinrichtungen, eine diente zum Umkleiden (natürlich nach Geschlechtern getrennt), der Platzwart nannte die kleinste Hütte sein eigen, in der größten fand das Clubleben statt. Dort war oft mehr los als heute an der Rosenau!

Unter derart genialen Bedingungen wurden einige Jahre nicht nur die Verbandsspiele abgewickelt, sondern auch das "internationale Bodensee-Jugendturnier" ausgetragen, das neben deutschen Spitzenjugendlichen von Teilnehmern aus der Schweiz, Italien, Frankreich und Schweden besucht wurde. Auch spätere Davis-Cup-Spieler wie Hans-Jürgen Pohmann und Jürgen Faßbender traten beim Tennis-Club Konstanz an.

Im Jahre 1965 zog der Verein dann an seinen jetzigen Standort um, wobei es dem damals 81-jährigen Ehrenmitglied Dr. Wolfram Kimmig wieder vorbehalten war, die neuen Plätze einzuweihen. Mit diesem Umzug begann eine enorme Zunahme des Mitgliederbestandes. Tennis wurde zum Volkssport. Unser Verein entwickelte sich in den folgenden Jahren vom eher bedeutungslosen 250-Mitglieder-Club zu einem der größten Tennisclub im badischen Tennisverband mit phasenweise über 750 Mitgliedern. 1970 übertrug der Deutsche Tennisbund dem Club die Durchführung der Vorrunde zu den großen Schomburgspielen; seit 1975 finden alle zwei Jahre die Deutschen Hochschulmeisterschaften im Tennis auf unserer Anlage statt. Der Verein hat also durchaus überregionale Bedeutung erlangt.

Nicht unerwähnt soll bleiben, dass die 1. Herrenmannschaft anno 1981 in der ersten Bundesliga spielte, davor und danach viele Jahre lang in der Regional- bzw. zweiten Bundesliga.

 

Die Bundesliga-Mannschaft anno 1981: von links: Konditionstrainer Falko Stolina, TCK-Vorsitzender Dr. Günter Paqué, Arnim Köhn, Peter Buchbinder, Stephan Metzner, Davor Tomazic, Masseur Rainer Ersfeld. Knieend von links: Dieter Jöhle, Norbert Müller, Peter Litterer, Murat Gürler, Zoltan Ilin.

Im Jahre 1978 wurde die Dreifeldhalle von einem privaten Investor erstellt, der sie dann anno 1990 an den Club verkauft.

Schließlich erfolgte im Winter 1997/1998 der jüngste Umbau des Clubhauses. Einem überaus dringenden Bedürfnis folgend mussten die Sanitärzellen und Umkleiden der gewachsenen Mitgliederzahl angepasst und erheblich erweitert werden. Dies bedingte die Auslagerung zahlreicher Nebenräume aus dem alten Baukörper, es wurde neuer Raum zwischen Halle und alten Clubhaus geschaffen, durch dessen Überdachung eine respektable neue Terasse mit Blick auf die Plätze geschaffen wurde; auch eine repräsentative Eingangshalle entstand.

Thomas Kimmig

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